Paradigmenwechsel Bildhauerei


Herr Sill und Herr Müller zusammen mit Atelierteilnehmern. Photo: T.Gruber.


Gestern besuchte uns Herr Fritz Sill, Bildhauermeister, im Atelier. Sofort nahm Herr Müller, Bildhauermeister und Atelierleiter des Bildhauerateliers, dies zum Anlass, um bildhauerisch zum Ausdruck zu bringen, dass das Plastizieren ganz ursprünglich zum Menschsein gehört und der Bildhauer durchaus keine Scheu haben sollte, sich als leichtfüßiger Beiträger körperphilosophischer Positionen zu verstehen. Seine Auffassung des menschlichen Unterschenkels und besonders des Fußes soll den in der westlichen Männergarderobe seit Jahrzehnten vernachlässigten Zehen endlich die Bühne geben, die der Kopf lange hatte. Um die Zehen auch während des Gehens zur Geltung zu bringen, gab Herr Müller Herrn Sill noch zwei dramatisch rote Zeigeachsen, mit denen er während des Gehens abwechselnd auf die Zehen deuten sollte. Herr Sill war sehr zufrieden mit der eklektizistischen Auffassung von Eigenständigkeit in der Arbeit seines früheren Auszubildenden, wie man seinem Gesichtsausdruck lange ansehen konnte. 
Alle Teilnehmer fanden die Kooperation zwischen den Bildhauergiganten besonders gelungen und fertigten umgehend Studien an, die dem Geist dieses Pradigmenwechsels entsprachen.

 

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